Kollenburg

Ritterstr /Dieckerheide

ein interessanter Aspekt aus der Geschichte der Kollenburg in der WZ. Der Adelssitz Kollenburg, ursprünglich als Kastell erbaut,südöstlich von Willich im Bereich der heutigen Dickerheide gelegen, wird im Laufe der Jahrhunderte zu einer der größten Fluchtburgen im Amt Linn. Im Truchsessischen Krieg wird er durch Verrat eingenommen.
Im Jahr 1585 während des Truchsessischen Krieges werden Willich, Anrath, Schiefbahn und Neersen geplündert, zum Teil sogar verwüstet. Die Bevölkerung flüchtet sich auf die befestigten Adelssitze Kollenburg
und Hülsdonk. Obwohl Willich im Mittelalter mit Wällen, Gräben und 5 Stadttoren befestigt war, mussten die Willicher Bauern immer wieder ihre Häuser
und Höfe verlassen, um sich bei Gefahr in die Kollenburg
zurückzuziehen.
Am 19. April 1591 wird die Burg von einem Stoßtrupp niederländischer Soldaten durch Verrat eingenommen. Ein Diener des Burgbesitzers hatte den Holländern einen Zugang über den Wassergraben und die
viereinhalb Meter hohe Mauer gewiesen. Die Willicher Bauern, die mit ihrem Vieh im Burghof lagerten, verloren ihre Habe bis aufs Hemd. Einen Tag später schon rückten die Willicher Schützen zur Rückeroberung an, wurden aber zurückgeschlagen. Erst als Soldaten und Geschütze, die
sogar von Bonn herankamen, eine Beschießung und Belagerung durchführten, fiel die Kollenburg – aber ihre stolzen Burgmauern waren jetzt schwer beschädigt. Ihre großen Tage waren dahin. 1758 noch einmal gründlich geplündert, verfiel das Anwesen und wurde um 1800
abgebrochen. Dass es hier einmal zu einer wichtigen Festung ging, verrät heute nur noch die Ritterstraße, die in Willich von einer alten Heerstraße von Kempen nach Neuss, der Neusser Straße, abzweigt.
Wie die Kollenburg genau ausgesehen hat, weiss niemand mehr, es gibt nur eine Art Wegweiser, auf der die Kapelle „Klein Jerusalem“ in Neersen und rechts daneben die Kollenburg zu sehen ist.

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