Gibbermühle

Vielleicht

wo genau die Mühle lag oder liegt ??
allerdings läuft eine Graben an beiden Häusern lang, der durchaus dem alten Nierslauf entsprechen könnte.
Und wo:
Viersen Anrath Venloerstr Ecke Böckel

aus http://www.familie-slickers.de/Cloerath/Gibbermuehle.html
"Fährt man die Bundesstraße 7 von Viersen aus in Richtung Autobahn A42/A52, so kommt man ca. 1 KM hinter der Niersbrücke zu unserer schönen Speisegaststätte „Zum Böckel“. Links hiervon befindet sich ein kleiner Weg um zu den angrenzenden Häusern zu gelangen.
Am Ende des Weges befand sich ursprünglich einmal die „Gibbermühle“. Sie war eine der bedeutenden Mühlen unserer Region und gehörte im 15 Jahrhundert ursprünglich zur „Pupperburg“, die der Vogt von Neersen, Heinrich von Neersen und seine Ehefrau Jutta von Hüls im Jahre 1428 an „Geldorf von Hüls“ auf Gelleshof verkauften. Seit her wurde sie nicht mehr erwähnt. Jedoch ältere Leute benutzten früher den Ausspruch „öp dö Burg“ wenn sie von der Gibbermühle sprachen. "
"Die Gibbermühle befand sich schon im 14. Jahrhundert im Besitz der Vögte von Neersen und gehörte später den Herren von Viermond. Im Jahre 1660 stand die Mühle unter Liedberger Rechts- und Verwaltungshoheit (Jurisdiktion). Die Mühlen waren meist verpachtet und die Müller gehörten zu den wohlhabenden Leuten zu ihrer Zeit. Die Pacht an das Liedberger Haus betrug damals: 50 Malter Roggen (1 Malter = 56KG) und 2 Malter Weizen. Im Jahre 1668 bestätigten die Unterbrucher Scheffen (Clörath und weite Teile der Umgebung standen im Unterbrucher Spell) das die Mühle zum Schlosse Neersen gehöre. Das bedeutete, das der Müller sich sein Korn aus der Herrlichkeit Neersen, Anrate und Schiefbahn holen konnten.Am 19. November 1744 verstarb der Graf Franz Friedrich Ambrosius Virmond ohne einen Erben zu hinterlassen. Kurze Zeit später nahm schon der Kölner Kurfürst Klemens August am 23. November des gleichen Jahres in Besitz und somit auch die Gibbermühle. Die Witwe des Grafen Virmond konnte jedoch nach jahrelangen Prozessen im Jahre 1749 den Besitz wieder übernehmen. Zu der damaligen Zeit waren Mühlen für den Adel heiß begehrte Geldmaschinen.
Im Jahre 1748 hatte die Gibbermühle folgende Einnahmen: 55 Malter Roggen, 3 Ma. Weizen, 10 Ma. Malz, 3 Ma. Buchweizen, 400 Eier in der Fastenzeit, 1 Kalb zu Ostern, 225 Pfund Schweinefleisch, 15 Pfd. Rohrzucker und zum neuen Jahr 45 Reichstaler. Auf der Mühle waren im Jahre 1754 drei Karrenknechte, zwei Mahlknechte, eine Magd und ein Junge und 1776 noch neun Dienstboten tätig.
Nach dem die Franzosen (1794 – 1814) alle Adelssitze mit ihrem Besitz eingezogen und zum Verkauf angeboten hatten, kaufte der reiche Kaufmann Johann Theodor Beckers aus Rotterdam die Mühle. Angeblich soll Beckers am Böckel geboren worden und als Schiffsjunge zur See gefahren sein. Später wurde er Erbe eines Plantagenbesitzers und auch Eigentümer von fünf Handelsschiffen. Sein Reichtum soll so groß gewesen sein, dass er mehrere Tonnen Gold im Keller der Gibbermühle verwahrte. Vier Generationen verblieb die Mühle im Besitz der Familie Beckers. Sie sollen prozessfreudige Leute gewesen sein und somit schrumpfte der Besitz der Gibbermühle immer mehr.
Im Jahre 1929 wurden die letzten Habseligkeiten der Gibbermühle öffentlich versteigert und das Kapitel Gibbermühle gehörte nun der Vergangenheit an. Es sollen noch zwei kleine Gebäude-Teile der Gibbermühle vorhanden sein. Trotzdem wird die Gibbermühle uns allen durch das Gemälde „der Fund des Täuflings Johannes im Flöthbach“ von Heinrich Grefertz (1818 – 1890) in Erinnerung bleiben (siehe Hl. Nepomuk).
Quellen: Anrather Heimatbuch, Heimatbuch des Kreises Viersen.
Die Pächter der Gibbermühle:
1627 Johann Schelkes und seine Frau Agnes Langenfeldts
1653 Jakob Schages und Agnes Langenfeldts, die Wittwe des vorigen Pächters
1680 Johann Schelkes und seine Frau Christina
1707 Peter Giertmühlen und Gertrud Kompes
???? Johann Giertmühlen und Katharina Schelkes
1754 Matthias Beckers und Maria Rammes
1776 Matthias Beckers und seine zweite Frau Margarethe Knabben
1788 Heinrich Beckers mit seinem Vater Matthias Beckers
1792 Wilhelm Bonsels und Sibilla Beckers
1809 Theodor Beckers
1812 Johann Wilhelm Beckers
1879 Theodor Beckers
1908 Frau Gustav Strater, geb, Sophie Kühnen in Ratingen
1928 brannte die Mühle unter dem Pächter Prior ab und wurde nicht wieder aufgebaut. "

Gibbermühle

oder vielleicht dieser Hof

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