Leeroth

Leeroth

Zwischen Randerrat und Geilenkirchen
Zwischen Randerrat und Geilenkirchen Wasserburg aus dem 17. Jahhundert Erbaut: 13.Jh./14.Jh. Erbauer: Herren von Leerodt (Stammsitz) (N) Mitte 17.Jh. (Z) um 1840 teilweise abgebrochen
Wappen über Eingang
Wappen über Eingang

Ruine

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Leerodt

Geschichte

Die ehemalige Wasserburg Leerodt, erstmals erwähnt im Jahre 1354, war seit dem 14. Jahrhundert Stammsitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechtes. Die Burg war ein Lehen der Herren von Randerathund später der Herren von Heinsberg. Christoph von Leerodt baute um 1578 die ehemalige Wasserburg aus und errichtete im Jahre 1616 die Vorburg. Sein Enkel, Heinrich Wilhelm, Hofmeister und Kammerpräsident am Hof zu Düsseldorf, errichtete im Jahre 1647 das stattliche Herrenhaus, das heute nach Kriegszerstörung im Zweiten Weltkrieg nur noch als Ruine vorhanden ist. Mit dem Freiherrn Clemens August von Leerodt starb das Geschlecht 1829 im Mannesstamm aus. Die Witwe seines Neffen Max von Leerodt, eine geborene Freiin von Eynatten-Trips, bewohnte das Schloss als Erbin nicht. Es geriet zunehmend in Verfall, und 1840 musste ein Teil des Herrenhauses abgerissen werden. Nach ihrem Tod im Jahr 1882 fiel Leerodt an ihren Enkel, den Major und königlichen Kammerherrn Freiherr Georg Schütz von Leerodt.

Während der Kämpfe an der Rurfront am Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich dort ein Notlazarett der US-Armee.
Gebäude

Von der Anlage aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts sind nach erheblicher Kriegszerstörung nur noch Reste sowie die Gebäude der fünfseitigen Vorburg erhalten. Die Backsteingebäude der Vorburg stammen aus dem 17. Jahrhundert, der Torbau von 1658. Nachdem ein Flügel des Herrenhauses im Jahre 1840 niedergelegt wurde, erhielt der restliche Baubestand erhebliche Kriegsschäden und ist seitdem als Ruine erhalten. Nach Ednund Renard d. Jüngere (siehe Lit.) zählte Schloss Leerodt einst zu den feinsten Profanbauten am Niederrhein im Stil der Niederländischen Renaissance.